Bitcoin: Aufwärtstrend trotz Preiskorrektur

Es scheint so als würde sich Geschichte wiederholen. Vor nicht einmal zwei Wochen habe ich über das Überschreiten der $1000 Schwelle von Bitcoin geschrieben. Kurze Zeit später erreichte der Preis ein neues Allzeithoch von $1140 (Bitstamp Tauschbörse) und überschritt damit auch zum ersten Mal in der Geschichte der digitalen Währung die €1000 Marke. Die Euphorie war nicht zu bremsen. Weder in den diversen Foren, noch nach kurzer Verzögerung in den Mainstream-Medien.

Also alles wie gehabt. Genauso wie in den letzten Monaten des Jahres 2013 und den ersten Monaten in 2014. Und gleich ist auch der Kater wenige Tage nach den erneuten Höhenflug geblieben. Mittlerweile ist Bitcoin wieder auf rund $800 zurückgefallen und damit auf etwa dem Ausgangsniveau von Anfang Dezember 2016.

Der extreme Höhenflug ab Dezember und die anschließende Korrektur haben ihre Ursache vor allem in China. Dort wurde und wird Bitcoin besonders zur Spekulation und zum Umgang der strikten Kapitalkontrollen verwendet. Anfang Januar gab die chinesische Regierung aber nun bekannt, dass sie das Treiben beim Bitcoinhandel näher unter die Lupe nehmen wird. Und schwupps war der Höhenflug abrupt beendet. Anschließend kamen die Medien, die noch wenige Tage zuvor über den Preisanstieg berichteten und übten sich in Untergangsgesängen.

Behält man aber die Ruhe und schaut objektiv auf die Preisentwicklung, dann wurde nur eine zwischenzeitliche Übertreibung korrigiert und der Preis bewegt sich immer noch in einem gesunden und intakten Aufwärtstrend. Und es steht auf Einjahressicht immer noch ein Plus von fast 60%. Welche Anlageform hat dies sonst noch erreicht?! Auch wenn schon wieder die ersten Totengesänge auf Bitcoin angestimmt werden, so zeigt die Erfahrung, dass Bitcoin sehr widerstandsfähig ist.

bitcoinchart january 2017

Dreijährige Preisentwicklung. Bitcoin ist in einem gesunden Aufwärtstrend (Preis oberhalb der weißen Linie)

Nicht nur, dass Bitcoin zunehmend an Akzeptanz erfährt. Zum Beispiel erlaubt der Reiseriese Expedia den Urlaub mit Bitcoin zu bezahlen, der Airbnb Chef hat sich positiv über die Einbettung von Bitcoin als Zahlungsoption geäußert, oder auch die Studiengebühren der ersten Unis können in Bitcoin beglichen werden.

Nicht zuletzt hat sich die digitale Währung mehr und mehr als ein alternatives Asset zu Gold in unsicheren Zeiten wie heute profiliert. Die Unsicherheit in der Welt nimmt zunehmend zu. China schwimmt in riesigen Schuldenbergen, mit ungewissen Ausgang. Die Politik des neuen US-Präsidenten Donald Trumps ist unvorhersehbar. Der Brexit soll wie heute angekündigt wohl ein harter werden und erst am vergangenen Freitag hat eine wichtige Ratingagentur Italien (welches als größtes Risiko für die Eurozone gilt) abgestuft und die Note A entzogen. Ideale Bedingungen damit sich der Bitcoinpreis schnell erholen kann.

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