Was ist ein Faucet?

Faucet einfach erklärt!

Wer beginnt sich mit Bitcoin und Kryptowährungen zu beschäftigen, dem begegnen am Anfang eine Vielzahl von Begriffen die nicht auf Anhieb selbsterklärend sind, da es sich zudem noch meist um nicht sehr alltägliche Wörter aus dem Englischen handelt. Eines dieser Wörter ist Faucet.

Faucet steht im Englischen für Wasserhahn oder Besprüher. Es ist im übertragenen Sinne das korrekte Wort für das was es in der Welt der Kryptowährungen verwendet wird. Wenn von einem Faucet die Rede ist, dann handelt es sich um eine Seite die (in den allermeisten Fällen) eine Kryptowährung kostenlos und ohne Anmeldung verschenkt.

Wenn es sich zum Beispiel um ein Bitcoin-Faucet handelt, so muss dazu nur die Seite besucht und die eigene Bitcoin-Adresse eingegeben werden. Je nachdem wie viel die Seite verschenkt, werden die Bitcoin direkt an die eingetragene Adresse geschickt oder sie werden gesammelt bis eine bestimmte Grenze erreicht wurde.

Jedoch werden keine vollen Bitcoins verschenkt sondern nur kleine Teile davon. Gewöhnlich bewegen sich die Mengen zwischen 100 und 1000 Satoshi (also 0.00000100 und 0.00001000 Bitcoin). Bei einem aktuellen Gegenwert von 350€ pro Bitcoin sind das 0.00035 bzw. 0.0035 Euro-Cent. Nicht viel. Aber Kleinvieh macht ja sprichwörtlich auf viel Mist. Gelegentlich gibt es auch Faucets die bis zu 10000 Satoshi verschenken.

Um zu verhindern, dass Benutzer ihre Adresse viele Male hintereinander eintragen, gibt es eine Sperre, bis man seine Adresse erneut eintragen und neue Bitcoin erhalten kann. Die Sperren belaufen sich zwischen einer und 24 Stunden.

Es gibt mittlerweile eine riesige Anzahl von Faucets. In der Regel ist die Lebensdauer der meisten Faucets begrenzt. Damit man sich nicht ständig auf die Suche nach neuen Faucets machen muss, gibt es sogenannte Faucet-Rotators. Diese sind sehr praktisch, denn sie zeigen in kurzen Zeitintervallen immer ein neues Faucet an, sodass man seine Adresse in geringer Zeit bei vielen Faucets eintragen kann. Zu empfehlen ist zum Beispiel Coinclicker. Jedoch gibt es eine Vielzahl von Rotators. Eine Suchmaschinensuche nach ‚Faucet-Rotator’ hilft weiter.

Warum ein Faucet?

Doch wieso verschenkt man eigentlich kostenlos Kryptowährungen, die ja meist einen nicht allzu geringen Gegenwert in Euro oder Dollar haben? Dafür gibt es zwei Erklärungen.

Die erste Erklärung ist ein ziemlich nahe liegende: Der Betreiber möchte Geld verdienen. Da in der Regel nur kleine Mengen verschenkt werden, macht der Betreiber einen Gewinn durch die eingeblendete Werbung. Darum haben sich manchen Faucets mittlerweile in reine Bannerfarmen verwandelt. Da bei Faucets häufig auch Werbung von bekannten Diensten wie Google AdSense eingeblendet wird, reicht nur ein einziger Bannerklick von 1000 Besuchern und der Betreiber hat schon einen kleinen Gewinn nach Abzug des Werts seiner verschenkte Coins gemacht.

Der zweite und ursprüngliche Zweck für ein Faucet und dem kostenlosen Verschenken von Coins, ist die Erreichung von größerer Akzeptanz für eine Kryptowährung. In der Regel wird bei solch einem Faucet eine Kryptowährung verschenkt die noch nicht allzu lange existiert oder noch nicht so weit verbreitet ist. Durch ein Faucet möchte die Community oder der Betreiber hinter einer Coin erreichen, dass mehr Menschen sich mit der Währung beschäftigen und diese einsetzt.

Faucets sind also eine prima Möglichkeit die ersten Fragmente eines Bitcoin zu bekommen. Dieses Vorgehen ist zum Ausprobieren besonders für Neulinge und Beginner zu empfehlen. Auf Dauer lohnt sich die Teilnahme bei Faucets aber nicht .Zumindest in unseren Breitengraden ist der Verdienst nur sehr minimal und lohnt sich nicht im Vergleich zur investierten Zeit und Energie. Deshalb werden Faucets exzessiv nur von Benutzern aus Ländern in Anspruch genommen, wo die Einkommen deutlich geringer sind als in den entwickelten Ländern.

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